Der Solothurner Ständerat Roberto Zanetti führt neu den Schweizerischen Fischerei-Verband (SFV) an. Der SFV wählte ihn an der Delegiertenversammlung in Naters VS zum neuen Zentralpräsidenten. Er tritt die Nachfolge von Roland Seiler (Bern) an. Neu sind auch die Tessiner Fischer dem SFV angeschlossen, womit der SFV neu 31000 Fischer vertritt.
Roberto Zanetti will als Präsident des Schweizerischen Fischerei-Verbands den eingeschlagenen Kurs fortführen, das heisst: «Wir sind eine starke Stimme für das Leben im und am Wasser, im Interesse der Natur und der Menschen.» Der SFV befinde sich in einer ausgezeichneten Verfassung. «Die Bevölkerung ist hoch sensibilisiert für Gewässerschutz und das Interesse am Fischen, auch bei den Jungen, ist grösser denn je.»
Roberto Zanetti vertritt als SP-Vertreter den Kanton Solothurn in der Kleinen Kammer und ist als früherer Nationalrat, Regierungsrat und Kantonspolitiker bestens vernetzt.
Roland Seiler wurde Ehrenpräsident
Zanetti tritt die Nachfolge von Roland Seiler an. Der frühere Berner Grossrat hat sich während neun Jahren in der Geschäftsleitung des SFV engagiert, davon sechs Jahre als Zentralpräsident. Seiler hat die Leitung des Verbands in einem schwierigen Zeitpunkt übernommen und ihn mit einer umfassenden strukturellen, organisatorischen und thematischen Reform wieder auf Vordermann gebracht. Der SFV hat sich unter Seiler einen Namen als konsequenter aber lösungsorientierter Vertreter des Lebensraums im und am Wasser geschaffen. Der Verband hat mehrmals bewiesen, dass er kampagnenfähig ist. «In der Öffentlichkeit und in der Politik ist der SFV heute eine respektierte Grösse», sagte Vizepräsident Charles Kull. Die DV wählte Roland Seiler zum Ehrenpräsidenten.
Tessiner bescheren Mitgliederzuwachs
An der Delegiertenversammlung in Naters wurde der Tessiner Kantonalverband nach einer Absenz von 36 Jahren wieder in den SFV aufgenommen. Das war das perfekte Abschiedsgeschenk für den scheidenden Zentralpräsidenten, der sich mit Erfolg für die Stärkung der Mitgliederbasis eingesetzt hat. Mit der Aufnahme der 4000 Mitglieder der Tessiner Sektion steigt der Mitgliederbestand des SFV neu auf 31000 Mitglieder.
Fischer machen Schule
Die Delegiertenversammlung gab grünes Licht für das Projekt «Fischer machen Schule». Der SFV will Unterrichtseinheiten entwickeln, damit die Lehrpersonen der Mittelstufe den Jugendlichen erlebnisnah die Freude am Lebensraum Gewässer vermitteln wollen. «Das ist die ultimative Alternative zur hysterischen Kampagne der Tierschützer gegen die Fischer und das Fischen», sagte Projektleiter und Fischereibiologe Thomas Schläppi.
