Tief und langsam
Auch wenn der Dezember nicht der allerbeste Monat für Egli ist, können sie mit der richtigen Taktik auch jetzt gut gefangen werden. Grundvoraussetzung ist, dass man die Egli überhaupt findet und die Anbietetechnik auf ihr Fressverhalten abstimmt.
Das Echolot ist bei der winterlichen Eglisuche leider keine grosse Hilfe. Die Egli liegen jetzt praktisch regungslos am Grund und werden in der Regel vom Sonar nicht angezeigt. Dass sie ihren Stoffwechsel stark gedrosselt haben und nur wenig Nahrung aufnehmen, muss bei der Köderpräsentation berücksichtigt werden. Das Geheimnis heisst: tief und langsam. Es kommen diverse Techniken in Frage. Ideal geeignet sind die sogenannten Finesse-Rigs. Schaut man sich an unseren Seen um, findet man das Dropshot-Rig am häufigsten. Doch auch mit dem Texas- und dem Carolina-Rig kann der Köder praktisch in Zeitlupe über den Grund geführt werden. Hauptsache ist, dass sich der Köder möglichst lange im Sichtbereich der Egli befindet. Eine sehr gute Alternative zu den modernen Finesse-Rigs ist natürlich die Hegene, welche vom Boot aus fast nicht zu schlagen ist.
nvb
Savage Gear Dropshot Set
Das Set enthält alles, was man für den Einstieg in die Dropshot-Fischerei benötigt. Neben verschiedenen Gummiködern und Haken, findet man auch spezielle Dropshot-Bleie in unterschiedlichen Gewichten. Das alles in Savage Gear Qualität.
Gewinnspiel – Mit ein wenig Glück können Sie eines von drei Savage Gear Dropshot Sets gewinnen. Schreiben Sie dazu eine E-Mail an: gewinnen@petri-heil.ch, Stichwort: «Dezember»; idealerweise mit einem schönen Dropshot-Fangbild von Ihnen sowie Ihrer Postadresse. (Einsendeschluss: 15. Dezember)
Empfehlung vom Profi – Besser als Gummi
Gummifische gibt es in hunderten Variationen und viele sehen ihren natürlichen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich. Wenn es, wie bei der winterlichen Eglifischerei, auf kleinste Details ankommt, ist der Köderfisch aber allen Imitationen überlegen. Kleine Fischchen zwischen fünf und acht Zentimeter funktionieren am Dropshot-Rig hervorragend. Wenn sie mit einem dünndrahtigen Haken durch die Schädelplatte angeködert werden, halten sie auch einige Würfe durch.
nvb
Gewässer des Monats – Brienzersee
Als sommerkaltes Gewässer mit teilweise steinigem Seegrund bietet der Brienzersee im Berner Oberland der Trüsche beste Lebensbedingungen. Besonders die Mündung der Aare gilt unter Trüschenfischern als Eldorado.
Patente gibt es bequem im Online-Shop unter www.vol.be.ch.
oder vielleicht auch… Trüschenzeit
Trüschen kommen in fast allen Schweizer Gewässern vor und verfügen über ein vorzügliches Fleisch. Da Trüschen nicht etwa nacht-, sondern dunkelheitsaktiv sind, können sie das ganze Jahr und rund um die Uhr gefangen werden. Wer sie tagsüber an den Haken kriegen möchte, muss an tiefen Stellen fischen, dort wo es eben auch mittags um 12 Uhr düster ist.
Auch Flussmündungen sind ausgezeichnete Trüschenspots. Sie bieten kiesigen Boden und viel Nahrung. Hier ist dann der Nachtfischer im Vorteil, da das Wasser selten tief genug ist. Dadurch wird es auch am Gewässergrund erst in der Nacht dunkel.
Trüschen mögen Würmer, am liebsten haben sie sie als Bündel. Auch Fischfetzen verschmähen sie als Allesfresser nicht. Wer Kunstködern den Vorzug gibt, greift zu glänzenden Juckern und Pilkern.


