Warning: Declaration of DropDown_Nav_Menu::start_lvl(&$output, $depth) should be compatible with Walker_Nav_Menu::start_lvl(&$output, $depth = 0, $args = NULL) in /home/httpd/vhosts/petri-heil.ch/test.petri-heil.ch/wp-content/plugins/dropdown-menus/dropdown-menus.php on line 127 Warning: Declaration of DropDown_Nav_Menu::end_lvl(&$output, $depth) should be compatible with Walker_Nav_Menu::end_lvl(&$output, $depth = 0, $args = NULL) in /home/httpd/vhosts/petri-heil.ch/test.petri-heil.ch/wp-content/plugins/dropdown-menus/dropdown-menus.php on line 138 Warning: Declaration of DropDown_Nav_Menu::start_el(&$output, $item, $depth, $args) should be compatible with Walker_Nav_Menu::start_el(&$output, $item, $depth = 0, $args = NULL, $id = 0) in /home/httpd/vhosts/petri-heil.ch/test.petri-heil.ch/wp-content/plugins/dropdown-menus/dropdown-menus.php on line 152 Warning: Declaration of DropDown_Nav_Menu::end_el(&$output, $item, $depth) should be compatible with Walker_Nav_Menu::end_el(&$output, $item, $depth = 0, $args = NULL) in /home/httpd/vhosts/petri-heil.ch/test.petri-heil.ch/wp-content/plugins/dropdown-menus/dropdown-menus.php on line 190 Das Fischerjahr 2014 im Kanton Zürich - Petri-Heil

Petri-Heil

Dein Schweizer Fischereimagazin

Das Fischerjahr 2014 im Kanton Zürich

Fischen wird immer beliebter. Dass sich die Fischer zunehmend für ihr Hobby rechtfertigen müssen, tut diesem Trend keinen Abbruch. Auch im Kanton Zürich steigen die Patentverkäufe weiter an.

Der Kanton Zürich ist sowohl Patent- als auch Pachtkanton. Für die drei grossen stehenden Gewässer Zürich-, Greifen- und Pfäffikersee werden die Patente direkt vom Kanton ausgegeben, die Fliessgewässer und die kleinen Seen werden jeweils für acht Jahre verpachtet.

Der Zürichsee

Während sich die Verkäufe von Berechtigungen für die Fischerei in den Pachtrevieren in den letzten Jahren relativ konstant bei ungefähr 4000 pro Jahr halten, sind die Zahlen bei den Seepatenten seit 2009 steigend. Im Vergleich zu 2013 wurden 2014 zwölf Prozent mehr Patente verkauft. Am beeindruckendsten ist die Zunahme bei den Tagespatenten am Zürichsee. Wurden 2013 noch 567 Tageskarten von über 16-Jährigen gelöst, waren es 2014 bereits 954. Die Interpretation dieser Zahl ist eindeutig: Offenbar gibt es zahlreiche Fischer, die 2014 auf die Idee kamen, einmal am Zürichsee zu fischen. Dies wiederum ist eine mögliche Erklärung für die Gesamtzunahme der Patentverkäufe: Der Zürichsee ist ein gutes Fischgewässer und dies hat sich in der Fischerszene durchaus rumgesprochen. Vor ein paar Jahren reisten viele Zürcher Hechtfischer an den Bielersee, heute hört man öfters berndeutsche Freudenschreie, wenn am Ufer des Zürichsees ein grosser Hecht gelandet wird.

Wenn man mit Zürcher Seefischern über die Qualität ihres Hausgewässers spricht, gehen die Meinungen dennoch weit auseinander. In der Regel hängt dies vor allem stark vom bevorzugten Zielfisch ab. Fragt man die Eglifischer, reichen die Reaktionen nicht selten von Ernüchterung bis Ratlosigkeit. Erstaunlicherweise korrespondiert diese Stimmungslage nicht mit den Zahlen aus der Statistik. Denn im Vergleich mit dem Mittel der  letzten fünf Jahre war 2014 ein gutes Egli-Jahr. Viele Zürichsee-Fischer berichten, dass man die Egli heute teilweise an anderen Stellen findet als in der Vergangenheit. Oft sind die Schwärme nicht mehr in Reichweite der Uferfischer.

Zufriedener ist das Gros der Hecht- und Felchenfischer. Ihre Fänge sind mindestens zufriedenstellend. Es ist gut möglich, dass diese Entwicklung anhalten wird. Eine Verschiebung im mengenmässigen Vorkommen von verschiedenen Fischarten wird auch an anderen Voralpenseen registriert und konnte zum Beispiel am Bodensee sogar nachgewiesen werden («Petri-Heil» berichtete in der Ausgabe 09/2015). Sehr vereinfacht ausgedrückt: Wird ein Voralpensee nährstoffärmer, profitieren Hecht und Felchen anteilmässig auf Kosten von Egli und Schwalen.

Und die anderen?

Die beiden anderen grossen Zürcher Seen wurden ihrem Ruf auch 2014 einigermassen gerecht. Der Greifensee ist ein gutes Egli-Gewässer und am Pfäffikersee sind die Felchen die klare Nr. 1. Erstaunlich ist dies insofern, als es im Pfäffikersee nachweislich praktisch keine Naturverlaichung der Felchen gibt. Die guten Fänge basieren zu 100 Prozent auf dem intensiven Besatz. Leider scheint dieselbe Strategie am Greifensee nicht (mehr) aufzugehen. Innnerhalb der letzten sechs Jahre sind die Felchen-Fänge der Angelfischer von über 4000 auf  rund 600 gesunken. Die Ursachen für diese Entwicklung sind bislang nicht geklärt.
Nicht allzu aussagekräftig sind die Fangzahlen der Seeforelle im Kanton Zürich. Sie sind schlicht zu gering um von irgendwelchen Trends zu sprechen. Leider fehlen im dicht bewohnten Kanton Zürich die guten Laichgewässer für diesen Wanderfisch. Die Jagd- und Fischereiverwaltung ist bemüht die Seeforelle zu fördern, nachhaltige Erfolge können allerdings erst längerfristig erwartet werden.

GrafikFliessgewässer

Im Gegensatz zu den Seen, sind die Zürcher Fliessgewässer nach wie vor in der «Krise». Ehemals ausgezeichnete Forellenflüsse wie Limmat, Rhein und Sihl sind heute nur noch ein Schatten vergangener Tage. Beim Blick in die Statistik 2014 könnte man als Optimist in Bezug auf die Bachforelle eine Trendwende erkennen. Immerhin wurden 2014 mit 6905 knapp 1000 Forellen mehr gefangen als im Vorjahr. Leider ist zu befürchten, dass die verhältnismässig guten Zahlen vor allem den optimalen Wasserständen und milden Sommertemperaturen zu verdanken sind. Dadurch überstiegen die Wassertemperaturen die für Forelle und Äsche kritische 25-Grad-Grenze nur sehr kurz oder gar nicht. Auch die kleinen Bäche lassen sich um einiges erfolgreicher befischen, wenn etwas Wasser fliesst – jeder Forellenfischer weiss das. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Forellenbestand umso besser ist, je kleiner das Gewässer ist. Das zeigt auch die grossflächige Erfolgskontrolle der Forellen-Naturverlaichung aus dem Jahr 2012.

Besorgniserregend ist nach wie vor der Zustand der Zürcher Äschenbestände. Die tiefen Fangzahlen im Zürcher Rhein und der Limmat haben vor allem mit den seit dem Hitzesommer 2003 veränderten Fangbestimmungen zu tun. Das Fangmindestmass liegt heute bei 35 Zentimeter, statt wie früher bei 30 Zentimeter. Allein diese Veränderung dürfte locker für eine Halbierung der Fangzahlen gesorgt haben. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass es heute weniger Zürcher Fischer gibt, die gezielt auf  Äschen fischen. Wenn dann beim Flussfischen auf Forelle oder Alet doch mal eine Äsche beisst, wird sie von vielen Fischern aus ökologischen Gründen zurückgesetzt und taucht auch nicht in der Statistik auf. Grund zur Hoffnung geben die konstant guten Äschenlarven-Zählungen im Rhein, so wie die Äschenpopulation, die sich in der Sihl zu etablieren scheint.

Aufwand und Ertrag

2014 betrugen die Einnahmen aus den Angelfischer-Patentverkäufen für die drei gros­sen Seen 973 642 Franken. Alle Zürcher Berufsfischer zahlten im gleichen Zeitraum 30 000 Franken für ihre Fischereierlaubnis, also rund 32-mal weniger. Bei den Fängen sieht es etwas anders aus: Mit 127 731 Kilogramm fingen die zehn Berufsfischer drei-mal mehr als alle Angelfischer zusammen.  Ein fast identisches Missverhältnis führte Anfang dieses Jahres am Bodensee zur Eskalation von Unstimmigkeiten zwischen Berufs- und Angelfischern. Glücklicherweise gestaltet sich das «Nebeneinander» von Berufs- und Angelfischern im Kanton Zürich bislang ziemlich harmonisch. Diese Harmonie gilt es zu bewahren.

nvb

 

Angelfischer-Fänge 2014 in den drei grossen Seen (in Stück)

 Zürichsee    
Fischart 2014 Ø 2008 – 2013
Seeforelle 412 335
Felchen 21 722 27 603
Hecht 3510 1435
Egli 67 180 55 300
Trüsche 1166 969
Greifensee    
Fischart 2014 Ø 2008 – 2013
Seeforelle 37 42
Felchen 662 4174
Hecht 720 513
Egli 27 154 29 108
Pfäffikersee    
Fischart 2014 Ø 2008 – 2013
Seeforelle 11 17
Felchen 7080 10 085
Hecht 340 294
Egli 1753 2051

 

 

Share Button

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

2 Kommentare

  1. Markus 4. Januar 2016

    würde man nicht immer alles entnehmen, wäre der Bestand auch besser!

    • Nachdenker 12. Dezember 2016

      Wenn man eine Fangobergrenze festlegen würde hätte man auch mehr Fische. Da die grossen Tiere ein sehr wertvolles Erbgut enthalten das sich durchgesetzt hat!!! Nebenbei das sie ein vielfaches an Laich produzieren was klein Fische nicht annähernd schafft. Die Genetick wäre gesichert für Generationen und die bestände wären sicher besser angepasst als mit Besatz. Neben bei sollten keine Landesfremdearten aussetzen…. Mfg

Antworten

© 2026 Petri-Heil

Thema von Anders Norén