Das «Ufficio della caccia e della pesca» hat von Anfang an auch die deutsche Übersetzung in die Planung einbezogen. Sie finden das von Jürg Scherrer übersetzte Dokument zum kostenlosen Download am Ende des Artikels.
«Petri-Heil»-Leser Jürg Scherrer aus Vairano am Lago Maggiore machte sich im Herbst 2010 viele Freunde beidseits der Alpen.
In Eigeninitiative übersetzte er die Tessiner Fischereivorschriften auf Deutsch und liess seinen Text von der Verwaltung offiziell absegnen. Wir stellten das Dokument online bereit zum Download. Dieser Service wurde intensiv genutzt und gelobt.
Bei der aktuellen Version wurde Jürg Scherrer schon frühzeitig von Fischereiadjunkt Bruno Polli kontaktiert und um Mitarbeit gebeten. Seine deutschsprachige Version finden Sie als kostenloses pdf-File zum Download am Ende des Artikels.
Die wichtigsten Änderungen ab 1. Januar 2013
Das Schonmass für die Seeforelle im Luganer- und Langensee wurde von bisher 30 auf neu 40 Zentimeter erhöht.
Weiter werden in beiden Seen eine Reihe von saisonalen Schongebieten zum Schutz der wertvollen Zanderpopulation eingeführt. Zwischen 1. April und 31. Mai werden diverse Laichgebiete geschützt, wo bisher unvernünftige Zeitgenossen den ausgeprägten Beschützerinstinkt der Zandereltern ohne jegliches Verantwortungsbewusstsein ausnutzten. Aber nicht nur die Angler werden eingeschränkt, auch für die Netzfischerei gelten ab 1. Januar diverse zusätzliche Sperrgebiete, beispielsweise rund um die Brissago-Inseln.
An den Fliessgewässern wurden zusätzliche Schonstrecken bestimmt, so am Ticino, am Brenno, an der Moesa sowie diversen Bächen. Erstmals ist auch eine juristisch wichtige Lücke in den Vorschriften geschlossen worden. Nun ist explizit verboten untermassige Fische mitzuführen oder als Köder zu verwenden. Das wird die Arbeit der Aufseher vereinfachen.
Autor: dal
Dateien:
Tessiner Fischereivorschriften 2013
