Das Laufverhalten der Löffel und Spangen ist unter Schleppfischern ein leidenschaftlich diskutiertes Thema ohne endgültige Gewissheiten. Online-Redaktor Daniel Luther versucht in diesem kurzen Artikel ein paar Begriffe zu klären und liefert zur Illustration am Schluss des Artikels auch einen kurzen Videoclip.
Schlepplöffel aus Blech und Perlmutt zeigen einige gut unterscheidbare Bewegungsmuster, die sich auch mit Worten recht präzis beschreiben lassen.
1. Slalom
Die meisten Löffel «von der Stange» zeigen diese Standard-Aktion. Der Köder macht mehr oder weniger ausgeprägte, aber monotone S-Kurven. Wenn Ort, Tiefe, Tempo und Farbe stimmen, reicht das oft für einen Biss.
2. Schwänzeln/Schlängeln
Schlanke, nicht zu stark gekrümmte Löffel entwickeln dieses lebendige und an kleine Schwarmfische erinnernde Spiel bei höherem Tempo. Für viele Schleppfischer ist das die angestrebte Seeforellenaktion.
3. Schlängeln mit Überraschungen
Eine richtig fängige Pelmutterspange zeigt das oben beschriebene Laufverhalten, «fällt» aber von Zeit zu Zeit aus dem Rhythmus, sackt ab, bricht seitlich oder gar Richtung Oberfläche aus oder schlägt. Das spürt man sogar in der Schnur. Begünstigt wird diese einzigartige Aktion durch die natürlichen Unregelmässigkeiten in Form, Gewichtsverteilung und Oberflächenstruktur. Mit einem Metallköder ist dieser Effekt nur nach langem Tüfteln annähernd erreichbar. Dazu braucht es meist leichte Verdrehungen und asymmetrische Verbiegungen.
4. Schaukeln
Unter Bodenseefischern nennt man diese langweilige Aktion «Bambele». Der Köder schaukelt träge hin und her und sendet dabei regelmässige Reflexe aus. An manchen Tagen ist genau das der Schlüsselreiz. Sehr gesucht sind Perlmutterspangen, die dieses Laufmuster über einen gewissen Tempobereich zeigen und zwischendurch ausbrechen.
5. Flattern
Dieses Spiel kommt bei Kurven und Stopps zum Tragen. Der Löffel sinkt dabei mit auffälligem Zittern und Blitzen ab. Bei manchen Spangen ist allein diese Bewegung das Fanggeheimnis. Nicht selten ist das ihrem stolzen Besitzer gar nicht bewusst. Schade, denn er könnte den Effekt häufiger und gezielt einsetzen.
Und Action!
Als Abrundung und Illustration dieses Themas haben wir einen kurzen Online-Clip mit typischen Beispielen für die oben beschriebenen Löffel-Aktionen produziert. Mit den bewegten Köderbildern lassen sich die Beschreibungen hoffentlich noch besser nachvollziehbar.
Autor: dal






